NACHHALTIGKEIT

Donnafugatas Gärten

Wo Schönheit auf Artenvielfalt trifft

Nachhaltigkeit ist für Donnafugata eine Vision, die im Lauf der Zeit gepflegt wurde. Seit über dreißig Jahren produziert das Unternehmen Weine im Einklang mit der Umwelt und dem Menschen, in der Überzeugung, dass bei entsprechender Pflege des Bodens ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Weinberg, Landschaft und Artenvielfalt entsteht.

Aus dieser Sensibilität heraus entstehen Donnafugatas Gärten: Grünflächen, die nicht als bloße Zierde konzipiert sind, sondern als kultureller Ausdruck einer Art, mit der Natur zu leben. Grünanlagen, Gemüsegärten, Wälder und Wege werden so zu einem Ort der Begegnung von Mensch und Umwelt, wo sich Schönheit mit Erinnerung, Nachhaltigkeit und einem Erlebnis der Sinne verbindet.

Jedes Weingut von Donnafugata beinhaltet ein anderes Projekt, das im Dialog mit dem jeweiligen Umland steht.

Der Garten von Contessa Entellina

Im Herzen Westsiziliens, in den Hügeln von Contessa Entellina, wird die Agrarlandschaft zu einem ergänzenden Bestandteil von Donnafugatas Identität. Hier hat sich Gabriella Anca Rallo vor einigen Jahrzehnten Grünflächen vorgestellt, die das Haus mit den Weinbergen und der umgebenden Landschaft verbinden.

Aus einem Johannisbrotbaum und zwei Olivenbäumen ist so ein Garten entstanden, der unter Berücksichtigung der natürlichen Geländestruktur angelegt wurde und sich über drei Ebenen erstreckt, die den Blick auf die Anbauflächen lenken. Auf der ersten Ebene finden typisch mediterrane Arten ihren Platz – Olivenbaum, Johannisbrotbaum, Zitronenbaum, Kaktusfeige –, während weiter unten exotische und einheimische Pflanzen harmonisch inmitten von Farben und Düften Seite an Seite gedeihen. Noch weiter entfernt führt eine malerische doppelte Palmenreihe in den Olivenhain, einen Ort der Produktion, aber auch der Besinnung, ergänzt durch eine Kulisse aus Säulenzypressen, die die Weinberge, den Weinkeller und das Haus in Szene setzen.

Der Garten von Contessa Entellina ist wie eine Stickerei aus Pflanzen, entstanden aus Gabriellas grüner Vision: ein mit Geduld und Sorgfalt geschaffenes Werk, in dem Bewusstsein, dass Schönheit immer eine Form der Verantwortung gegenüber der Zukunft ist.

Der Nutzgarten von Acate

Zwischen der Hochebene von den Monti Iblei und dem Meer fügt sich der in der Nähe von Vittoria liegende Weinkeller von Acate in ein natürliches Amphitheater aus honigfarbenen Felsen ein und ist von Rebflächen, Olivenbäumen und Zitrusbäumen umgeben.

Hier nimmt der Garten die Form eines „Nutzgartens“ an: eine Reihe quadratischer Beete, in denen Kräuter und Heilpflanzen wachsen. Verschiedene Sorten Salbei, Chili, Oregano, Thymian, Zitronengras, Beifuß und Heiligenkraut bilden ein Mosaik aus Düften, Farben und Aromen, das an die Tradition mediterraner Gärten erinnert.

Einst gehörten Gemüsegärten ganz selbstverständlich zu Landhäusern, im Baglio-Baustil errichteten Gebäuden und Weinkellern: nützliche, aber auch zutiefst ästhetische Orte, an denen Gemüse, Blumen und Kräuter spontan nebeneinander wuchsen. Heute bedeutet das Anlegen eines Nutzgartens vor dem Weinkeller, Artenvielfalt und Schönheit in die ländliche Landschaft zurückzubringen und den kulturellen Wert einer fürsorglichen Pflege des Bodens hervorzuheben.

Der Nutzgarten wird so zu einem Erlebnis der Sinne: Die Kräuter fließen in die Verkostung mit ein; sie kommunizieren mit dem Wein und begleiten Besucherinnen und Besucher auf einer Reise voller Erinnerungen, Emotionen und Entdeckungen.

Der Ätna und sein Wald

Am Nordhang des Ätna, auf einer Höhe zwischen 700 und 750 Metern, liegt das Weingut von Randazzo im Regionalpark Parco dell’Etna, dem ersten sizilianischen Naturpark, der 1987 gegründet wurde und seit 2013 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Hier ist die Landschaft ein außergewöhnliches Mosaik aus Rebflächen mit Terrassenstruktur, Wäldern, alten Keltereien und Lavaströmen. Die Kraft des Berges verbindet sich mit der Eleganz des Weinbaus in Höhenlagen, während die unberührte Natur jede Jahreszeit mit unerwarteten Düften und Farben bereichert.

Ein Spaziergang durch die Weinberge und den Wald bedeutet, mit einer wertvollen Artenvielfalt in Kontakt zu kommen: Wildkräuter, typisch mediterrane Pflanzenarten und vulkanische Vegetation begleiten die Besucherinnen und Besucher auf einer Reise, die Sehen, Riechen und Schmecken einbezieht und von der tiefen Verbindung zwischen dem Wein und seinem Terrain erzählt, das ihn hervorbringt.

Pantelleria und der Naturpfad Cammino di Khamma

Auf Pantelleria, einer vulkanischen Insel zwischen Sizilien und Afrika, führt Donnafugata ein Projekt des heroischen Weinbaus inmitten einer Landschaft von außergewöhnlicher Intensität fort.

Hier leben Landwirtschaft und Natur in einem empfindlichen und notwendigen Gleichgewicht zusammen. Olivenhaine, Kapernsträucher und Weinberge stehen im Dialog mit mediterranen Gebüschformationen und schaffen ein pflanzliches Mosaik, das nicht nur Landschaft, sondern auch ein komplexes Ökosystem ist.

Die Beziehung zwischen Natur- und Kulturlandschaft bringt in der Tat grundlegende Vorteile mit sich: vom Erhalt des Bodens bis zur Bestäubung, von der natürlichen Schädlingsbekämpfung bis hin zur klimatischen Regulierung. Artenvielfalt wird so zu einer konkreten Ressource für eine nachhaltigere und „sanftere“ Landwirtschaft.

Der Naturpfad Cammino di Khamma führt an jahrhundertealten Olivenbäumen, Kapernsträuchern und wilder Vegetation vorbei und erzählt genau von dieser möglichen Harmonie zwischen Agrar- und Naturlandschaft. Ein Beispiel dafür, dass Respekt vor der Umwelt nicht nur für landwirtschaftliche Betriebe von Nutzen ist, sondern einen gemeinsamen Vorteil für die gesamte Gegend darstellt.

Auf Pantelleria hat Donnafugata im Jahr 2008 zudem den Giardino Pantesco (Garten von Pantelleria) restauriert und ihn dem FAI geschenkt. Donnafugatas Giardino Pantesco beherbergt einen jahrhundertealten Orangenbaum und ist ein bewundernswertes Beispiel für die mediterrane Tradition des „ummauerten Gartens“, der auch ohne Bewässerung günstige mikroklimatische Bedingungen schaffen kann und die Pflanze vor den beiden größten Bedrohungen für ihr Überleben schützt: Wind und Wassermangel. Dieser Garten zeugt vom menschlichen Einfallsreichtum bei der Schaffung eines autarken Ökosystems in einer extrem trockenen Umgebung und vereint Geschichte, Landwirtschaft und Nachhaltigkeit in einem kleinen Wunder der Natur.

Eine Schönheit, die es zu pflegen gilt

Donnafugatas Gärten erzählen von einer Nachhaltigkeitsvision, die aus konkreten Maßnahmen, der Achtung der Landschaft und der Förderung der Artenvielfalt besteht. Jede Grünfläche entspringt dem Wunsch, einen Dialog zwischen Natur, Landwirtschaft und Kultur anzustoßen und den Besuch im Weinkeller in ein Erlebnis zu verwandeln, das alle Sinne anspricht.